Wir verstehen eine nachhaltige Wirtschafts- und Sozialpolitik als die Summe aller ökonomischen, ökologischen und sozialen Politikmaßnahmen, die sozio-ökonomische Zielsetzungen wie eine Steigerung der Beschäftigung und der Lebensqualität verfolgen und gleichzeitig die Dematerialisierung hoch industrialisierter Volkswirtschaften zum Ziel haben Wichtige politische Maßnahmen, die die Weichen für einen nachhaltigen Umbau unseres Wirtschaftssystems stellen, sind  eine ökosoziale Fiskalreform, handelbare Zertifikate für Ressourcen und Emissionen, aber auch die Umverteilung von Arbeit, Einkommen und Vermögen – in Österreich, Europa und weltweit. Ein entscheidender Punkt für die erfolgreiche Umsetzung liegt im abgestimmten Zusammenspiel aller Maßnahmen.

Im Kern geht es um die Frage, wie das Wirtschaftssystem umgestaltet werden kann, um unseren Energie- und Ressourcenverbrauch deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität zu steigern, ohne dabei auf Kosten anderer zu leben. Um geeignete Antworten auf diese Frage zu finden, entwickeln wir zukunftsfähige wirtschafts- und sozialpolitische Konzepte, bieten lösungsorientierte und ganzheitliche Beratung und zeigen alternative Wege für Wirtschafts- und Lebensweisen auf, die die Bedürfnisse aller Menschen auf innovative und umfassende Weise und mit geringerem Ressourcenverbrauch befriedigen. Mit unserer Arbeit wollen wir politische EntscheidungsträgerInnen bei der Suche nach nachhaltigen Problemlösungen in ihren jeweiligen Bereichen unterstützen.


Ganzheitlich denken

Die wachsende Weltbevölkerung, der hohe Konsum in den entwickelten Ländern sowie die rasante Industrialisierung von Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien sind dafür verantwortlich, dass die weltweite Nachfrage nach natürlichen Ressourcen und der damit einhergehende Druck auf die Umwelt kontinuierlich steigen. Während der Abbau nicht-erneuerbarer Ressourcen wie beispielsweise Öl oder einiger Metalle begrenzt scheint, sind erneuerbare Ressourcen und deren ökologische Leistungen bedroht und drohen zu kollabieren.

So genannten Entwicklungsländern soll es möglich sein, ihren materiellen Wohlstand zu erhöhen und absoluter Armut zu entkommen. Gleichzeitig müssen jedoch die Ansprüche an unseren Planeten kurzfristig stabilisiert und mittelfristig reduziert werden. Der Begriff “Globalisierung” – genauso wie das Prinzip der Nachhaltigkeit – muss als vielschichtig und nicht nur wirtschaftlich verstanden und auch ernst genommen werden. Dabei ist es essentiell, dass alle Beteiligten im “System Erde” ihre globale Verantwortung, eine nachhaltige Entwicklung umsetzen, erkennen und wahrnehmen.

Im Themenbereich ‚globale Verantwortung‘ arbeitet SERI an der Quantifizierung und Veranschaulichung der weltweiten Zusammenhänge zwischen Ressourcennutzung durch unterschiedliche Akteure, dem Transport, der sich aus der Vernetzung des globalen Handelssystems ergibt, und damit verbundenen Umweltbelastungen. Ein Fokus wird dabei darauf gesetzt, welche Auswirkungen der europäische Lebensstil auf die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von Menschen in anderen Teilen der Welt hat.

Weiterführende Informationen zu diesem Arbeitsbereich: