Vor einem Jahr hat das Land Oberösterreich SERI damit beauftragt, zu berechnen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen ein europaweiter Atomausstieg bis 2050 hätte. Berechnet wurde das Szenario gemeinsam mit unserem langjährigen Partner, der GWS Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung in Osnabrück. Vorgestellt wurde die Studie nun nach Brüssel und Wien auch im Haus der Europäischen Union in Prag. Infolgedessen wurde das Thema zudem auch vom tschechischen TV-Sender CT24 aufgegriffen.

„Die Studie macht deutlich, dass, erstens, das Abschalten aller europäischen Meiler nach spätestens 45 Betriebsjahren bei gleichzeitigem Verzicht auf jeglichen Neubau keinerlei negative Effekte auf die europäische Wirtschaft hätte“, erklärt Studienautor und SERI-Leiter Fritz Hinterberger. Im Gegenteil: „Würde Europa eine konsequente Klimapolitik des weitgehenden Ausstiegs aus Öl, Gas, Kohle und Atom betreiben, hätte das positive Auswirkungen auf Wachstum, Jobs bei gleichzeitiger Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase auf 20% des Werts von 1990“.

Dass dafür genügend erneuerbare Energieträger in Europa und auch weltweit (trotz steigender Weltbevölkerung) zur Verfügung stehen zeigt auch eine aktuelle von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Studie der EnergyWatchGroup.

Die Studie soll zukünftig noch in weiteren Regionen, die sich der Allianz für einen europaweiten Atomausstieg angeschlossen haben, vorgestellt werden. Dazu gehören einige deutsche Bundesländer, aber auch Luxemburg sowie die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.

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