Nach der Präsentation einer SERI-Studie im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung zu Machbarkeit und Auswirkungen eines EU-weiten Atomausstiegs in Prag, wurde das Thema vom tschechischen Fernsehsender CT24 aufgegriffen. Die Studienergebnisse beschreiben nicht nur, dass ein Atomausstieg und Umstieg auf erneuerbare Energieträger möglich wäre, sondern (auf Basis der makronomischen Modellberechnungen) auch positive Effekte im Hinblick auf Wachstum, Beschäftigung und natürlich CO2-Ausstoß hätte.

CT24 holte dazu ein Statement der Vorsitzenden des Staatsamtes für Kernsicherheit Dana Drabova, die vor allem Vorraussagen von Strompreisentwicklungen und damit über die Wirtschaftlichkeit für schwierig hält. Auch das Potential der erneuerbaren Energien hält sie zwar für wichtig aber begrenzt. (Eine aktuelle von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Studie der EnergyWatchGroup. widerspricht dieser Ansicht). Auch der Direktor der Assoziation der unabhängigen Energieanbieter (ANDE) Jiri Gavor sah einen europaweiten Atomausstieg kritisch, da entgegen Trends im Rest Europas zumindest für eine Reihe von Staaten der aktuelle nennenswerte Anteil der Kernkraft auch in der Zukunft noch lange Bestandteil des Energiemixes sein werde.

Wir vom SERI sind in jedem Fall erfreut das Thema Atomausstieg in den tschechischen Medien erwähnt zu sehen und an einer Diskussion auch in solch einem kritischen Kontext interessiert.

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