…zu einer fairen und Kreislauf-fähigen Stadt-Umland-Beziehung

Konferenz am 23. Mai in Wien in Kooperation mit dem Austrian Chapter des Club of Rome im Rahmen des EU-Projekts UrbanWINS sowie der Initiative PlanetYES und weiteren Partnern.

Wann? Donnerstag, 23.05.2019, 15:15 bis 20 Uhr
Wo? Vortragssaal, Naturhistorisches Museum, Burgring 7, 1010 Wien
Einladung als PDF

Seit etwa 30 Jahren fordert Friedrich “Bio” Schmidt-Bleek eine Verringerung des durch die industrielle Wirtschaft verursachten Ressourcenverbrauchs um den “Faktor 10”, also um 90% auf ein Zehntel. Der aktuelle Trend ist aber ganz anders: Während sich die weltweite Wirtschaftsleistung laut einer noch unveröffentlichter Studie von SERI und GWS für den österreichischen Klimafonds (www.meetpass.at) bis 2050 fast verdoppeln wird (+85%), steigen die CO2-Emissionen im “Business as usual” (BAU) um ein Drittel. Es gibt sie also, die berühmte „Entkopplung“ der Treibhausgase vom Wirtschaftswachstum. Sie reicht aber bei weitem nicht aus, um die Emissionen tatsächlich zu senken. Die jährlich genutzte Entnahme abiotischer Primärrohstoffe würde sich im im Business as usual hingegen ebenfalls beinahe verdoppeln: auf 106 Gt in 2050. Diese Stoffströme sind ein wesentlicher Faktor für den globalen Klimawandel wie auch für den dramatischen Rückgang an Arten, den wir derzeit beobachten.

Vollständiges Video (20 Min.) zur Eröffnung der Konferenz hier.

Der Urbane Metabolismus, die Ressourcen, die eine Stadt braucht, „verdaut“, anhäuft und früher oder später wieder ins Um-Land und in die Um-Welt entlässt, muss sich verändern, wenn wir gleichzeitig unsere Lebensqualität, den Wirtschaftsstandort sowie Klima und Umwelt verbessern wollen.

Neueste Forschungsergebnisse zum „Urbanen Metabolismus“ zeigen, wie das gerade in Städten möglich ist, und wie Städte und (regionales wie globales) Umland damit zusammen hängen.

In dieser Konferenz sollen Ansätze gezeigt und diskutiert werden, wie sich die Wirtschaft einer Stadt und seines Umlands (regional bis global) unter verschiedenen Annahmen (nachhaltige Zukunft oder Business as usual) bis 2050 entwickeln können. Welche Rolle spielt dabei die Ver- und Entsorgung einer Stadt, der Verkehr, der Menschen und Ressourcen transportiert, sowie die Daseinsvorsorge, um die es letztlich geht (und die Städte oft auch für die Menschen im näheren und weiteren Umfeld bereit stellen). Und was kommt global dabei raus?

Programm

15:15     Ankommen und Kaffee
15:30     Begrüßung (Friedrich Hinterberger (CoR) & Friedrich Schmidt-Bleek (Video))

16:00     Scenarios for a sustainable Future (Katy Shields – SERI; auf Englisch)

16:20     The urban metabolism of cities – experiences and results from UrbanWINS (Leonardo Rosado – Chalmers Universität Göteborg; auf Englisch)
16:40     Podiums- und Publikumsdiskussion (Sepp Eisenriegler – R.U.S.Z. & Heinrich Wohlmeyer – Ressourcenökonom)

17:00     Pause

17:20     Nachhaltiges Bauen in der Kreislaufwirtschaft (Hubert Rhomberg – Rhomberg Bau und CREE GmbH)

17:40     Das innere JA als Basis urbaner und regionaler Entwicklung (Wolfgang Lalouschek – planetYES)

18:00     Podiums- und Publikumsdiskussion, Wrap-up, Farewell (Karin Huber-Heim – Bertalanffy Center for the Study of Systems Science & Constance Weiser – Transition-Base Wien-Aspern)

18:40    Wrap-up, Farewell (Friedrich Hinterberger)
18:45     Ausklang in der Kuppelhalle
20:00    Ende

Präsentationen als PDFs
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