Was wissen die Bäume? Zur Herrlichkeit und Drangsal der Wälder

Die 30. Ausgabe der Toblacher Gespräch, der renommierten Denkwerkstatt für die ökologische
Wende im alpinen Raum und darüber hinaus, findet von 27.09. – 29.09.2019 in Toblach, Südtirol/IT, statt.

Aus dem Ankündigungstext:

„Warum mögen wir Bäume? Weil sie uns an Höhe und Alter übertreffen und trotzdem Lebewesen sind. Imposant und ehrwürdig. Bäume sind mächtige Pflanzen, und als Pflanzen sind sie imstande, in gewisser Weise, zu tasten, riechen, hören, fühlen und kommunizieren. Die Natur hat Sinnesorgane und wir auch, das verbindet uns mit ihr. Anstatt von der Umwelt tun wir besser daran, von der Mitwelt zu sprechen.

Die Toblacher Gespräche 2019 wollen in das Geheimnis der Bäume einführen und dadurch die Vielfalt des Lebens in den Alpen erkunden. Haben Bäume ein Gedächtnis? Wie tauscht ein Wald Nachrichten aus? Das kratzt am hergebrachten Naturverständnis: Wir sind nicht abgetrennt von der Natur, sondern selbst Teilnehmer an dem Naturspiel – im Guten wie im Bösen. Zum Beispiel hat der Mensch ebenso wie die Natur das Zusammenspiel von Almen und Bergwald, von Tälern und Dörfern geschaffen, wofür die Alpen berühmt sind. Wälder sind Lebensräume von Flora und Fauna. Auf der anderen Seite fällt ein langer Schatten auf die Glorie der alpinen Wälder. Hoch geschätzt von Romantikern und Sägereien gleichermaßen, sind die Wäldern besonders durch den Klimawandel gefährdet: Sturmschäden, Dürre, Insektenbefall werden häufiger. Dazu kommen noch Zivilisationsschäden wie Skianlagen und Straßenbau. In Workshops werden einige Zugänge zur Waldpädagogik eröffnet: durch Beobachtung, Fotografieren, Sinneswahrnehmung und Meditation. Und vor allen Dingen, in einer Schlussrunde der Tagung wird die Frage angegangen: Was kann die Forstwissenschaft und -wirtschaft, um die Herrlichkeit der Wälder von der Drangsal des Klimawandels zu schützen?“

Mehr unter https://www.kulturzentrum-toblach.eu/en/toblacher-gespraeche/programm-2019/
oder der Broschüre zur Veranstaltung (PDF)