Basierend auf vorangegangenen Projekten zu industriepolitischen Fragestellungen, insbesondere der Ausgestaltung einer nachhaltigen Industriepolitik, verfassten Christina Buczko und Fritz Hinterberger einen Publikationsbeitrag, in dem sie für ein erweitertes Verständnis von Industriepolitik als wichtigen Eckpfeiler einer umfassenden sozial-ökologischen Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft plädieren. Der Artikel analysiert die Potenziale von Industriepolitik im Rahmen einer Weiterentwicklung der Europäischen Union als sozial-ökologisches Projekt, in dem etwa arbeitsintensive Sektoren stärker profitieren als die ressourcenintensiven. Es wird dargestellt, dass der Übergang in Richtung Nachhaltigkeit auch für die Industrie wirtschaftlich profitabel sein und neue, gesellschaftlich sinnvolle Möglichkeiten für eine nachhaltige Sicherung von Wohlstand eröffnen kann.

Der Artikel untersucht die Rolle lokal und regional basierter Fertigungsbetriebe – in vielen Fällen kleine und mittlere Unternehmen – und die Perspektiven und Risiken aktueller Trends, wie zum Beispiel „Industrie 4.0“. Die AutorInnen diskutieren industriepolitische Instrumente und Institutionen, und skizzieren die wesentlichen Elemente einer neuen Industriepolitik für die europäische Ebene. Zwei der Kernpunkte bilden klare wirtschaftliche, soziale und ökologische Zielsetzungen und neue Formen der wirtschaftlichen Organisation, sowohl auf Unternehmensebene als auch zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen.


ProjektpartnerIn

Rosa Luxemburg Stiftung
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