Das SERI Nachhaltigkeitsforschungs und -kommunikationsnetzwerk plant, gefördert von Meinhard Miegels „Stiftung kulturelle Erneuerung“, ein Kolloquium zum Thema „Wie können Kunst, Religion und Wissenschaft den Menschen vor sich selber schützen.“

Der Ankerpunkt dieses Kolloquiums soll ein Perspektivwechsel sein. Bisher versuchen die Menschen die manifesten Probleme unserer Zeit vorrangig dadurch zu bewältigen, dass sie die Welt um sich herum verändern. Sie bauen Filter in Schornsteine, Katalysatoren in Verbrennungsmotoren und Kläranlagen in Kanalisationssysteme. Das alles ist vernünftig und gut, erfasst aber das Problem nicht bei der Wurzel. Denn dieses Problem ist der Mensch selbst mit seiner oft grenzenlosen Gier, seinem mitunter krankhaften Geltungstrieb, seinem Egoismus und so weiter…Solange sich hieran nichts ändert, wird sich auch nichts an der Welt um uns herum ändern.

Aber ist der Mensch nicht wie er ist? Diese uralte Frage wird in der Regel resignativ mit Ja beantwortet. Aber wie ist der Mensch eigentlich? Und wovon hängt es ab, wie er ist? Ist es wirklich seine Natur oder nicht vielmehr seine Kultur, die ihn mit allen Licht- und Schattenseiten zu dem hat werden lassen, was er ist? Doch wenn es seine Kultur sein sollte, dann wäre er ja nicht nur Objekt sondern zugleich auch Subjekt, das heißt Gestalter seiner kulturdurchdrungenen Natur. Wenn das so wäre, gäbe es Hoffnung!

Kunst, Religion und Wissenschaft widmen sich in ganz unterschiedlicher Weise dieser Aufgabe – gerade auch in der jüngeren Geschichte sozialer Bewegungen seit 1968.

Ziel dieses Projekts ist es, 12-15 Männer und Frauen aus diesen Bereichen im Herbst 2018 zusammen zu bringen, um diese Thematik  im Rahmen eines eintägigen Kolloquiums in Wien konstruktiv und fruchtbringend zu behandeln und die Ergebnisse schriftlich zu dokumentieren.

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