Die neue  Genossenschaft ecovital

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Die Menschheit bewegt heute jährlich über 120 Milliarden Tonnen Natur. Das sind 120 000 000 000 000 Kilogramm oder knapp 50 kg täglich für jeden Erdenbürger. Aktuelle Studien zeigen aber, dass (angesichts der wissenschaftlich festgestellten „planetaren Grenzen“) jährlich nur 45 Milliarden Tonnen Ressourcen, oder (unter der Annahme von bald 9 Milliarden Menschen) 5 Tonnen pro Kopf verwendet werden dürften; das wären 14 kg täglich. In Europa ist das ein Zehntel dessen, was tatsächlich verbraucht wird. Ähnliche Überlegungen lassen sich für Frischwasser und Ackerfläche anstellen. Im Durchschnitt sind es 3000 Liter, die wir im Haushalt, in der Landwirtschaft und in der Industrie täglich zur Verfügung haben. Und: nicht mehr als 6 Quadratmeter Ackerland steht einem Erdenbürger zur Verfügung, um für ihn die Produkte zu ernten, die an einem Tag gebraucht werden – vom Mais bis zum Biodiesel.

Bauen und Wohnen ist für den größten Anteil an Materialaufwand und Flächenverbrauch verantwortlich. Das heißt, dass dieser Bereich auch besonders viel dazu beitragen kann, den Ressourcenverbruch zu senken.

Deshalb wurde die Genossenschaft  ecovital gegründet. ecovital zeichnet Produkte (von einzelnen Baustoffen bis zu ganzen Siedlungen) aus, die einen absolut geringen Ressourcenverbrauch verursachen und möglichst schadstoffarm sind. Oft zeigt sich dabei, dass weniger Ressourcen zu verbrauchen auch weniger kostet. Einfache gut funktionierende Systeme ist eine zentrale Idee.

Die Kommunikation erfolgt über eine eigene Website. Für jedes Produkt wird die „Geschichte hinter den Preisen erzählt“, in Text und Bild in einem kurzen Video dargestellt: wo kommen die Rohstoffe für das Produkt her, wie wird es hergestellt, wie und warum trägt es zur Gesundheit der Benutzer bei? So bekommen die potentiellen Kunden einen Bezug zur Realität des Produkts und werden beim Kauf unterstützt, die ökologische Qualität wertzuschätzen.

Die Kreislauffähigkeit der Produkte spielt dabei eine wichtige Rolle, um  die Qualität der Produkte abzusichern und sicher zu stellen, dass die Steuerung in Richtung Umweltverträglichkeit und Ressourcenverbrauch rechtzeitig beachtet wird.

Gesundes, präventives Bauen ist ein weiterer Aspekt, daher müssen alle Produkte dazu die Mindestanforderung einer Volldeklaration erfüllen. Nur so ist es den Planern und Medizinern möglich,  Schadstoffe rechtzeitig  zu erkennen. Da dies bis jetzt nicht der Fall ist, müssen in Problemfällen normalerweise sehr teure Mess- und Untersuchungsverfahren durchgeführt werden. In der Entwicklung von ecovital gehen wir  jedoch noch einen Schritt weiter und testen am Standort in Sarleinsbach Produkte aus ganzheitlicher Sicht. In Schlafräumen werden Auswirkung auf Schlaf und Regenerationsfähigkeit des Nutzers, oder auch dessen Veränderungsverhalten untersucht. Somit können Produzenten wesentliche Informationen noch rechtzeitig nutzen um ein Produkt weiter zu optimieren, oder mit den Fakten aus der Forschung auch Beratung und Marketing mit wertvollen Informationen bedienen.

In Sarleinsbach (Mühlviertel, OÖ)  exisitert bereits ein Modellhaus und eine Mustersanierung nach diesen Prinzipien gebaut. In Wien entsteht das neue SERI-Büro in einem Gründerzeit-Souterrain mit Materialien, die von ecovital ausgezeichnet  sind.

Bericht zur Genossenschaftsgründung

Ecovital Website: ecovital.plus

Kontakt

Fritz Hinterberger
fritz.hinterberger[at]seri.at